Zusätzlich zum Bergbau: NioCorp will Seltene Erden recyceln

Kanadischer Bergbaukonzern plant Machbarkeitsstudie für sein Elk-Creek-Projekt in den USA.

Der kanadische Bergbaukonzern NioCorp will im Rahmen seines Elk-Creek-Projekts im US-Bundesstaat Nebraska künftig Niob, Titan und Seltene Erden abbauen und weiterverarbeiten. Nun soll eine Machbarkeitsstudie zeigen, ob zusätzlich das Recycling von Seltenerd-Dauermagneten wirtschaftlich wäre. Die geplante Produktion von Neodym-, Praseodym-, Dysprosium- und Terbium-Oxid in Elk Creek könnte somit erweitert werden, schreibt das Unternehmen. Die Nachfrage nach diesen Rohstoffen steigt vor allem wegen ihrer Bedeutung für die Elektromobilität und Windkraft; als besonders kritisch gilt die Versorgung mit sogenannten schweren Seltenen Erden wie Terbium und Dysprosium, die aufwendiger zu gewinnen sind und bislang ausschließlich in China und Myanmar abgebaut werden. Der für Elk Creek entwickelte Prozessablauf ließe sich ohne große Änderungen an das Recycling Seltener Erden anpassen, sagte Scott Honan, Chief Operating Officer von NioCorp

Angesichts des wachsenden Bedarfs an kritischen Mineralien könnte Recycling zu einer zunehmend wichtigen Rohstoffquelle werden. Auch andere Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette wie der australische Bergbaukonzern Ionic Rare Earths und der deutsche Magnethersteller Vacuumschmelze bauen ihre entsprechenden Geschäftsbereiche aus. Zudem zielen zahlreiche staatliche Fördermaßnahmen auf die Kreislaufwirtschaft ab, die USA etwa wollen die Rohstoffgewinnung aus Abwässern ausbauen.

Photo: TRADIUM GmbH

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