Malaysia will Seltenerdbranche aufwerten

Staatlicher Mineralölkonzern Petronas als Vorbild für kritische Rohstoffe?

Der malaysische Parlamentsabgeordnete Datuk Larry Sng hat die Regierung des asiatischen Landes aufgerufen, ein regierungsnahes Unternehmen (GLC) zu gründen, um die Seltenerdindustrie des Landes zu kontrollieren. Sie soll dafür sorgen, dass die Branche wächst, aber auch der Umweltverträglichkeit des Abbaus dieser Rohstoffe Rechnung tragen. Sng verwies auf das Staatsunternehmen Petronas, das die Öl- und Gasindustrie des Landes überwacht, berichtet Malay Mail.

Malaysia besitzt Schätzungen zufolge Vorkommen von etwa 16 Millionen Tonnen an Seltenen Erden, gefördert werden diese derzeit nur in geringem Ausmaß. Malaysias Hauptrolle in der Seltenerdindustrie liegt in der Verarbeitung in der größten Raffinerie außerhalb Chinas. Sie wird vom australischen Unternehmen Lynas betrieben und verarbeitete in Australien geförderte Konzentrate. Diese Anlage war bis vor kurzem ein Streitpunkt, denn die Regierung hatte den Import der Rohstoffe ursprünglich zum ersten Januar 2024 untersagt, dies dann jedoch bis März 2026 wieder erlaubt. Trotz dieser Querelen ist Lynas offenbar dazu entschlossen, mit der malaysischen Seltenerdindustrie zusammenzuarbeiten. Laut einer Presseerklärung traf die Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Amanda Lacaze, am Dienstag auf dem ASEAN-Gipfel in Melbourne mit Anwar Ibrahim, dem Premierminister von Malaysia, zusammen, aber Einzelheiten der Gespräche wurden nicht bekannt gegeben.

Photo: iStock/shotbydave

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