Macht die IEA die Vorratshaltung von Rohstoffen zur Pflicht?

Kritische Mineralien, aber auch Kupfer werden durch Energie- und Verkehrswende immer wichtiger.

Solarzellen und Windräder sind ohne Rohstoffe wie Kupfer oder kritische Mineralien wie etwa Seltene Erden nicht denkbar. Die Internationale Energieagentur (IEA) werde daher ein Programm zur Sicherung der Versorgung initiieren, wie ihr Vorsitzender Fatih Birol im Interview mit Reuters ankündigte. Details zur Ausgestaltung des Programms nannte er nicht, Birol habe aber auf den Mechanismus zur Aufrechterhaltung der Versorgung mit Öl verwiesen, so die Agentur. IEA-Mitgliedsstaaten wie Deutschland sind in diesem Rahmen verpflichtet, einen Vorrat von 90 Tagen vorzuhalten. Im Falle der Bundesrepublik sind dies etwa 24 Millionen Tonnen Erdöl.

Die IEA wurde 1974 unter dem Eindruck der Ölkrise gegründet und sollte Maßnahmen zur Abwehr ähnlicher Engpässe entwickeln. Heute berät sie die 31 Mitgliedstaaten in energiepolitischen Fragen, dabei rücken aufgrund der Bestrebungen zur Klimaneutralität kritische Rohstoffe vermehrt in den Fokus. Im Juli des vergangenen Jahres legte die Agentur daher einen ersten eigenen Bericht zu diesem Thema vor (wir berichteten).

Photo: iStock/Smederevac

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