Europäische Industrie fordert dringende Unterstützung aus Politik

73 Akteure aus unterschiedlichsten Bereichen der Industrie haben am Dienstag die Antwerpener Erklärung für einen „Industrial Deal“ unterzeichnet. Sie fordern darin eine Stärkung der europäischen Industrie, die im internationalen Vergleich zurückzufallen drohe. Der Sektor stehe für fast acht Millionen Arbeitsplätze und erwirtschafte 550 Milliarden Euro, heißt es in der Erklärung. Während etwa in den USA die Wirtschaft von der finanziellen Unterstützung durch den Inflation Reduction Act (IRA) profitieren könne, würden in Europa Standorte geschlossen und die Produktion heruntergefahren. Zu den Punkten, die dringend von der Politik adressiert werden müssten, gehöre unter anderem die Sicherung der Rohstoffversorgung. Dies könne durch den Ausbau der heimischen Kapazitäten für Bergbau, Weiterverarbeitung und Recycling geschehen, kombiniert mit neuen globalen Partnerschaften. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem BASF-CEO Martin Brudermüller und der Generaldirektor des Industrieverbandes Eurometaux, Guy Thiran. Der Industrial Deal soll nach Vorstellung der Unternehmen zentraler Punkt der Agenda für 2024-2029 der EU-Kommission werden.

Photo: iStock/saoirse_2010

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