Critical Raw Materials Act auf der Zielgeraden

EU-Rat erteilt endgültige Zustimmung – erstes europaweites Gesetz zur Rohstoffversorgung tritt in wenigen Wochen in Kraft.

Der EU-Rat, der die 27 Mitgliedstaaten vertritt, hat heute dem ersten europäischen Gesetz zur Versorgung mit kritischen Rohstoffen (CRMA) zugestimmt. Dies sei der letzte Schritt des Entscheidungsverfahrens, heißt es in der Pressemitteilung; bereits in wenigen Wochen wird das Gesetz nun in Kraft treten, zuvor erfolgt noch die Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union.

Im Fokus des CRMA stehen 34 kritische Materialien, davon 17 zugleich strategisch, die als entscheidend für den ökologischen und digitalen Wandel sowie die Verteidigungs- und Raumfahrtindustrie eingestuft werden. Die zentralen Ziele des neuen Gesetzes betreffen den jährlichen Verbrauch dieser Rohstoffe in der EU: Bis 2030 sollen zehn Prozent durch heimischen Bergbau gedeckt werden, 40 Prozent in der EU weiterverarbeitet werden und 25 Prozent aus Recycling stammen. Zudem soll der Staatenverbund bei jedem Strategischen Rohstoff zu maximal 65 Prozent von Importen aus einem einzigen Drittland abhängig sein. Zu den weiteren Vorgaben gehören deutlich beschleunigte Genehmigungsverfahren für Rohstoffprojekte wie Bergwerke, Risikobewertungen für die Versorgungskette und nationale Explorationspläne.

Seit der ersten Vorstellung des CRMA ist nur knapp ein Jahr vergangen; nachdem die Corona-Pandemie und Russlands Angriff auf die Ukraine starke Abhängigkeiten in den europäischen Lieferketten offengelegt hatten, war die Rohstoffsicherung auf der politischen Agenda weit nach oben gerückt.

Eine Übersicht zu den Zielen des Critical Raw Materials Act und welche Rohstoffe dabei im Fokus stehen, finden Sie hier.

Photo: iStock/artJazz

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