Australien: Chinesischer Konzern investiert in Seltenerdprojekt

Verbindliche Abnahmevereinbarung mit VHM geschlossen.

5,7 Millionen Tonnen umfassen die Seltenerdreserven Australiens, also diejenigen Vorkommen, die sich wirtschaftlich abbauen lassen, laut jüngsten Schätzungen des U.S .Geological Surveys. Angesichts der starken Abhängigkeit des Westens von Importen dieser Rohstoffgruppe aus China rückt das Land daher als Alternative zunehmend in den internationalen Fokus, wirbt seinerseits regelmäßig mit seinen Bodenschätzen. Das bleibt auch in China nicht unbeobachtet, denn die Volksrepublik baut nicht nur die eigenen Seltenerdindustrie immer weiter aus, sondern investiert längst auch im Ausland in aussichtsreiche Projekte. So wie im Fall des australischen Bergbauunternehmens VHM, das im südöstlichen Bundesstaat Victoria Seltene Erden und Zirkon-Titan-Produkte fördern will. 60 Prozent der Jahresproduktion des Goschen-Projekts sichert sich Shenghe Resources mit einer verbindliche Abnahmevereinbarung (PDF) für insgesamt drei Jahr. Shenghe Resources mit Sitz in Singapur gehört zur chinesischen Branchengröße Shenghe Resources Holding, dem damit ein weiterer Coup gelingt.

Im Dezember konnte sich das Unternehmen die Gesamtmenge des bereits geförderten Materials aus Kanadas einziger Seltenerdmine sichern und zugleich seinen Anteil am Betreiber Vital Metals erhöhen. Shenghe ist auch in andere australische Projekte und Bergbaukonzerne investiert, so etwa in Peak Rare Earths, das in Tansania die Förderung Seltener Erden anstrebt. Hinzu kommen Anteile an MP Materials, dem Betreiber der Mountain Pass Mine in Kalifornien, die in der Rohstoffstrategie der USA eine bedeutende Rolle spielt und derzeit die einzige Lagerstätte Seltener Erden des Landes ist, in der ein kommerzieller Abbau stattfindet.

Photo: iStock/Alfio Manciagli

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